KSK 2018

Literaturtipp: Umberto Eco – Die Geschichte der Hässlichkeit

12. Juli 2018 by admin
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Was ist hässlich und wer bestimmt das überhaupt? Gibt es bestimmte Dinge, die schon immer hässlich waren? Und wie hat sich die Wahrnehmung des Hässlichen über die Jahrhunderte verändert? Diese Fragen hat sich nicht nur das Orgateam des KSK in Köln gestellt, sondern auch Umberto Eco, und das bereits 2007. Vor 11 Jahren veröffentlichte der italienische Schriftsteller und Philosoph seine Geschichte der Hässlichkeit, nachdem er sich drei Jahre zuvor bereits mit der Geschichte der Schönheit beschäftigt hatte. Doch schon in der Einleitung seiner Publikation stellt Eco fest, dass Hässlichkeit sich nicht so leicht definieren lässt. Existiert das Hässliche nur als Gegenpart zum Schönen? Oder ist hässlich, was moralisch verwerflich ist? Spätestens wenn Eco zahlreiche Synonyme für den Begriff des Hässlichen anführt, wie widerwärtig, alptraumartig, hassenswert oder ekelerregend, wird klar, dass das unproportionale, unvollständige und unübliche bei den Rezipient_innen starke Emotionen hervorrufen kann. Von der Antike bis in die Gegenwart, von Bauern bis zu Hexen und vom Leiden Christi bis zur Rocky Horror Picture Show unternimmt Eco einen Querschnitt durch die bildliche Darstellungen des Hässlichen in der Kunstgeschichte. Dank kurzer aber wissenschaftlich unterfütterter Einleitungstexte zu den einzelnen Kapiteln und hunderter Abbildungen ist seine Geschichte der Hässlichkeit eine wunderbar kurzweilige, aber dennoch spannende Einführung in das Thema des 95. KSK in Köln. Von uns gibt es dafür das Prädikat ‚hässlich-wertvoll‘!